Konzept, Arbeitsweise und Ich

Fleischhauer Osteopathie ist ein Konzentrat aus Verfahren der Osteopathie und Manueller Medizin mit vielen therapeutischen Eigenentwicklungen – gewürzt mit einer Handvoll Erfahrung und Streben nach Effizienz.

Das Behandlungskonzept ist spezialisiert auf die Behandlung von Schmerzen. Die meisten Schmerzen wie z.B. klassische Rücken- oder Nackenschmerzen haben ihre Ursache in erhöhter Spannung der Muskulatur.

Ziel ist eine zügige und nachhaltige Linderung von Schmerzen in Tagen, Wochen oder wenigen Monaten.

eine Familiengeschichte

mein Vater hat die Wurzeln gelegt

Während meines Studiums der Osteopathie in Berlin hatte ich das große Glück, bereits früh praktische Erfahrungen sammeln zu dürfen. Mein Vater hat zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr als Leitender Oberarzt der Orthopädie in Damp gearbeitet sondern seine ganze Tätigkeit der Osteopathie in eigener Praxis und seiner osteopathischen Lehrtätigkeit gewidmet. So bin ich zwischen Berlin und Ascheffel regelmäßig gependelt um einige Tage mit ihm zu arbeiten und so praktische Erfahrungen sammeln zu können. Ich nenne es gerne mit einer Spur Ironie ein „duales Studium“. Für mich eine luxuriöse Ausgangssituation, denn so hatte ich die Gelegenheit, nicht nur von einem landesweit bekannten Osteopathen zu lernen, sondern auch von einem zweifachen Facharzt.

Das mag der Grund sein, warum ich die osteopathische Arbeitsweise meines Vaters von vornherein als etwas anderes wahrgenommen habe als das, was ich in der Universität gelernt und in den Büchern gelesen habe. Er arbeitete nach einem selbst entwickelten Behandlungskonzept und damit sog ich viel von dem auf, was er bis dahin gelernt hatte. Mit Erlangen meiner Heilerlaubnis machte ich mich 2019 selbstständig und führe das Konzept meines Vaters fort und erweitere es seither stetig.

Grundsätze meiner Therapie

Effizienz.

Die Behandlung ist darauf ausgelegt, in möglichst wenig Zeit möglichst viel Ergebnis zu erzielen. Redundanz soll vermieden werden und überbordende Gründlichkeit aufs Wesentliche reduziert. Ziel ist, möglichst schnell helfen zu können und möglichst wenige Behandlungen bis zur Beschwerdefreiheit zu benötigen.

  • Anamnesegespräch: anstatt eines langen Anamnesegespräches mit überbordender Gründlichkeit reduziere ich auf das Wesentliche: was ist nötig um das subjektive Leid zu verstehen? Was ist nötig um möglichst ursächlich behandeln zu können? Gibt es Kontraindikationen zur Behandlung? Die Erhebung sekundärer Informationen verschiebe ich auf einen späteren Zeitpunkt. Oftmals sind sie dann nicht mehr nötig. So wird aus dem ersten Termin bereits ein vollständiger Behandlungstermin, nicht nur Gesprächstermin.
  • Auswahl der Behandlungstechniken: Die Auswahl an Behandlungstechniken ist auf Effizienz ausgelegt. Wenn mehrere Herangehensweisen zur selben Lösung einer Spannung möglich sind, so wähle ich die schnellste. So kann ich denselben Behandlungseffekt teils in einem Bruchteil der Zeit erreichen.
  • Prioritäten: Ich beginne stets mit dem Vorgehen, welches der Erfahrung nach in kürzester Zeit die größte Wirkung entfaltet. Ich vermeide Maßnahmen, von denen nur ein geringer Effekt bei großem Zeitaufwand zu erwarten ist.

Konsequent angewandte Logik.

Ich selektiere Behandlungstechniken, Beratungsinhalte und therapeutische Theorien nach ihrer Stichhaltigkeit. Bereits in ihrer Theorie wissenschaftlich zweifelhafte Inhalte schließe ich aus. Sowohl in Therapie als auch in Beratung geht es vom Groben ins Kleine, vom Wesentlichen ins Detaillierte und vom Wichtigen ins Optionale. Wenn das Wesentliche ausreicht, um Beschwerdefreiheit zu erreichen, ist es nur logisch, es dabei zu belassen. Alles darüber hinaus kostet Zeit und macht zusätzliche Sitzungen nötig.

Ethik in der Therapie

Ich habe größte Demut vor der Komplexität des Körpers und der Natur. Für mich ist es, um fair und ehrlich mit meinen Patienten arbeiten zu können, unumgänglich, die Grenzen meines Wissens und die Grenzen des zur Verfügung stehenden Wissens auszusprechen. Was ich nicht wissen kann sollte auch entsprechend kommuniziert werden. Wenn ich dies nicht tue, verkaufe ich meinen Patienten Vermutungen und Theorien als Wahrheit. Auf diesem „Vertrauen“ baut letzten Endes eine Beziehung auf, in der es auch um Geld geht. Die stete Klarstellung der Grenzen von Wissen und Vermutung vor dem Patienten ist daher für mich Grundlage für eine faire, ehrliche Beziehung auf Augenhöhe. Daher wird nur so oft behandelt, wie es notwendig ist. Deswegen entscheide nicht nur ich, was notwendig ist, sondern ich binde das Beschwerdeempfinden des Patienten stets mit ein. Eine Art doppelte Verifizierung: ich bestätige, dass es fachlich Sinn macht, zu behandeln und der Patient spürt, dass der Körper noch Hilfe braucht.

Hierzu eine Geschichte aus meiner Uni-Zeit: Mein damaliger Dozent begutachtete vor den anderen Studenten meine Statik, bescheinigte mir statische Asymmetrien und schwor mich auf „massive Arthrose“ ein, welche mich irgendwann ereilen würde. Er verkaufte eine reine Vermutung ohne Sachgrundlage als Fakt. Dies macht er höchstwahrscheinlich ebenfalls bei seinen (zahlenden) Patienten und legt somit die Grundlage für unzählige Folgebehandlungen selbst bei Beschwerdefreiheit. Er nutzt Vertrauen und eine asymmetrische Beziehung aus. Menschlich manipulativ und ethisch ein Desaster.

Eigenentwicklungen

Für die Therapie muss ich mit den Händen wahrnehmen – ein subjektiver Prozess. Dies erlaubt mir ein intuitives Arbeiten. Anstelle starrer Behandlungstechniken nutze ich grundsätzliche Behandlungsprinzipien und taste mit viel Bauchgefühl – frei und intuitiv. So passt sich meine Arbeitsweise stets an den Patienten an und wie von selbst ergeben sich in den Jahren viele eigens entwickelte Behandlungstechniken. Grundstock meiner Arbeitsweise waren vor vielen Jahren die vielen Eigenentwicklungen meines Vaters.

Aus dieser Behandlungsweise setzt sich ein Großteil meiner Arbeit zusammen. Das macht Fleischhauer Osteopathie zu dem, was es ist.

Vita Finn Fleischhauer

Hochschulabschluss Bachelor of Science im Studium der Osteopathie an der OSD Berlin | Zulassung als Heilpraktiker | Seit 2015 praktizierender Osteopath in der Region Rendsburg/Schleswig/Eckernförde | Sportosteopath | Kinderosteopath | 2019 Gründung seiner osteopathischen Praxis in den Räumlichkeiten der „Praxis für Orthopädie und Ärztliche Osteopathie Dr. med. Michael Fleischhauer“ | seit 2020 stetige Weiterentwicklung der „Fleischhauer Osteopathie“ mit Arbeitsschwerpunkt auf Effizienz sowie chronischem und stressinduziertem Schmerz

Heilpraktiker

Nicht selten werde ich gefragt: „Sie sind doch auch Heilpraktiker?“. Diese Frage zielt dann meist darauf, zu erfahren, ob ich in Sachen Naturheilkunde beraten kann. Es ist ein gängiges Missverständnis, dass Heilpraktiker = Naturheilkundler bedeutet. Per se hat beides erst einmal nichts miteinander zu tun. Ein Heilpraktiker ist jemand, der die Heilpraktikerüberprüfung vor dem Gesundheitsamt bestanden hat. Ziel dieser Überprüfung ist der Nachweis einer Mindestqualifikation bezüglich medizinischen Wissens um sicher zu stellen, dass ernste oder meldepflichte Erkrankungen im praktischen Alltag erkannt werden können und angemessen reagiert werden kann. Die damit erlangte Heilerlaubnis legitimiert, in Eigenverantwortung Menschen zu behandeln mit einer beliebigen Therapie. Die häufigste ausgeübte Therapie ist dabei Naturheilkunde. Daher das Missverständnis.

Da Osteopathie eine Heilkunde ist, darf Sie lediglich von Personen mit einer Heilerlaubnis ausgeübt werden: Ärzten und Heilpraktikern. Heilpraktiker zu sein ist also Mittel zum Zweck um Osteopathie ausüben zu dürfen.

Privates

Ich bin seit 2020 verheiratet und habe drei Kinder im Alter von 4, 2 und ein Baby. Mit zu unserer kleinen Familie gehören unsere zwei Hunde Punchy und Pepper.

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